Dürfen Hunde Schokolade essen?

Nicht füttern

Nein, Schokolade ist für Hunde giftig. Das enthaltene Theobromin können Hunde kaum abbauen — erste Vergiftungssymptome treten ab etwa 20 mg Theobromin pro kg Körpergewicht auf, schwere Herz- und Krampfsymptome ab 40–60 mg/kg. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher: Bei einem 10-kg-Hund können schon 25–40 g Zartbitterschokolade Symptome auslösen.

Im Ernstfall: Hat dein Hund davon gefressen, zögere nicht — ruf sofort deine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an. Nimm Menge und Zeitpunkt der Aufnahme mit ins Gespräch.

Was du wissen musst

Wirkmechanismus: Theobromin (und Koffein) aus dem Kakao stimuliert Herz und zentrales Nervensystem; Hunde bauen es mit einer Halbwertszeit von rund 17 Stunden extrem langsam ab, sodass es sich im Körper anreichert. Der Gehalt variiert stark: Kakaopulver und Kochschokolade enthalten etwa 14–26 mg Theobromin pro Gramm, Zartbitter 5–8 mg/g, Milchschokolade 1,5–2 mg/g, weiße Schokolade praktisch keines. Symptome beginnen meist 2–12 Stunden nach der Aufnahme mit Unruhe, Erbrechen, Durchfall und starkem Durst; ab 40–50 mg/kg drohen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, ab 60 mg/kg Zittern und Krampfanfälle, als potenziell tödlich gelten je nach Quelle 100–500 mg/kg. Rechne im Zweifel nach (Sorte, Menge, Körpergewicht) oder lass die Tierarztpraxis rechnen — ruf ab einer geschätzten Aufnahme von 20 mg/kg oder bei ersten Symptomen sofort an. In den ersten 1–2 Stunden kann Erbrechen ausgelöst und Aktivkohle gegeben werden; ein Gegengift gibt es nicht.

Mögliche Symptome: Unruhe, Hecheln, Erbrechen, Durchfall, starker Durst, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Muskelzittern, Krampfanfälle, im schweren Fall Kreislaufversagen

Quellen: tiermedizin.thieme.de · drhoelter.de · tierklinik-zw.de · Stand: 2026-07-06. Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung.

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